Anreisedatum wählen
Abreisedatum wählen
Personen
+ -
Jetzt anrufen E-Mail
LOCAL HEART, URBAN SOUL in Salzburg
HOTEL max70 in Salzburg
HOTEL junior in Salzburg
HOTEL andrä in Salzburg
LOCAL HEART, URBAN SOUL in Salzburg
von eweht eigenes werk cc by sa 40

Bruderhof Salzburg - Leben und Sterben, ganz knapp beieinander

Mitten in der rechtsufrigen Altstadt, zwischen Linzer Gasse und Paris-Lodron-Straße,
liegt der Bruderhof – ein Gebäudekomplex, mit ein paar Jahrhunderten auf dem
Buckel. Man geht durch die Cornelius-Reitsamer-Passage, tritt unter einem Torbogen,
und schon ist man drin: zwei Höfe, ein bisschen Schatten, lebhafte Gastronomie und
jede Menge Geschichte.

Hereinspaziert!
Gleich im ersten Hof und rechts: das ehemalige Spital Bruderhaus St.
Sebastian, heute ein Gästehaus-Studentenheim. Dahinter ein Eingang
zum Sebastianfriedhof– und plötzlich wird’s ruhig. Sehr ruhig. Denn hier beginnt nicht
nur ein Friedhof, sondern eine Zeitreise: Ursprünglich lag das Ganze weit außerhalb der
Stadtmauer – damals vermutlich ein Pestfriedhof, logisch, denn der Schutzpatron
gegen die Pest ist niemand anderer als der heilige Sebastian. 1505 wurde der Friedhof
unter Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach angelegt – damals noch ganz
„mittelalterlich“.

Dann kam Wolf Dietrich von Raitenau und sagte: „Das muss Renaissance sein.“ Und
ließ den Friedhof in Form eines italienischen Camposanto umgestalten. Und weil er’s
konnte, ließ er sich selbst eine Grabkapelle mitten hinein bauen – die Wolf-Dietrich-
Grabkapelle - geweiht dem heiligen Gabriel. Und wurde dort 1617 in einem Sarkophag
beigesetzt.

bruderhof eingang 3
Gäste vom HOTEL andrä spazieren in den Bruderhof hinein
Wolf Dietrich triebs bunt
Innen ist die Kapelle ein bisschen wie ein kitschiger Traum in Keramik: acht knallige
Farben in quadratischen Fliesen – wie ein gigantisches Mosaik aus einem Vintage-Pop-
Art-Album. Die Kuppel: gelb-blau in kleinen Rauten – sehr Renaissance, sehr Drama.

Promi-Friedhof deluxe
Sebastianfriedhof ist umgeben von Gruftarkaden. Und hier liegt Salzburgs Who’s Who
der letzten Jahrhunderte: Leopold Mozart, Constanze Mozart, Paracelsus – und viele
andere Bürger, Adelige und illustre Persönlichkeiten, die hier gelebt, gestorben oder
unbedingt begraben werden wollten. Kurz gesagt: ein Friedhof, der mehr Geschichten
hat als so mancher Roman.
bruderhof spaziergang
Gäste vom HOTEL andrä spazieren über den Bruderhof
Und heute? Lieber Essen statt Sterben 
Weil Salzburg innerhalb von morbid auch
modern kann, sind in den Gebäuden des Bruderhofes heute gastronomische Lokale
untergebracht. Brasserie & Bistro, ebenso wie Burger und Coffee-House-Frühstück-
Brunch-Bar-Lounge.

Also: erst Tod, dann Essen. Ganz nach Salzburger Art.
 
Headerbild: Von Eweht - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78181607

Bewertung

Es gibt noch keine Bewertungen, seien Sie der/die Erste!

Die Beschreibung des nächsten Bildes ist:

Der Kopfbereich

Titel des vorigen Bildes

Titel des nächsten Bildes

Sie befinden sich in diesem Dokument

Sie befinden sich auf einer Unterseite dieses Links

Zum Öffnen weiterer Menüpunkte hier klicken

Zum Schliessen hier klicken

Bild vergrößern

Schliessen